Die Logik des Fühlens: Interozeption, psychische Zustände und die prädiktive Algebra der Emotionen im viszeralen Knoten (Kognitiv-Informationelle Domäne)

Abstract
Dieser Artikel bildet die eingehende Monographie der Integrierten Theorie des Geistes (TIM), die dem Knoten 3 der Prognostica Mens gewidmet ist und durch die Linse der Kognitiv-Informationellen Domäne untersucht wird. Das Ziel dieses Essays ist es, das Dogma zu demontieren, das Emotionen in die Sphäre der Irrationalität verbannt, um sie auf den strengen Formalismus der Aktiven Inferenz zurückzuführen, gestützt auf die neuesten Entdeckungen der affektiven Neurowissenschaften. Der Text erweitert die topologische Dichotomie durch die Einführung eines neurofunktionalen Bruchs innerhalb der Interozeption: die Unterscheidung zwischen der somatischen Domäne (modular, metrisch, gesteuert vom Discrete Self) und der psychischen Domäne (ganzheitlich, in der Emotionen als diskrete Zustände agieren). Durch die Integration der Modelle von Craig, Damasio und Panksepp unterscheidet der Artikel grundlegende allostatische Triebe (hypothalamische Schaltkreise) von reaktiven Emotionen (amygdaläre Schaltkreise) und überwindet schließlich das reduktive Paradigma der “Freude als Abwesenheit von Schmerz”. Es wird eine neue Dynamik der emotionalen Valenz postuliert, die die “Expansive Freude” einschließt: die freiwillige Suche nach einem Prädiktionsfehler (Δp), um das eigene Weltmodell zu erweitern, wenn der Organismus über einen thermodynamischen Überschuss verfügt.

Auf dem Weg zu einer Integrierten Theorie des Geistes: Der Atlas des prädiktiven Geistes und die sensomotorische Matrix

Abstract
Dieser Artikel präsentiert die “Integrierte Theorie des Geistes” (TIM – Teoria Integrata della Mente), ein biophysikalisches und neuro-komputationelles Modell, das die Prozesse von Kognition, Emotion und Handlung unter einem einzigen biologischen Imperativ vereint: der Antizipation der Realität und der Minimierung des Unerwarteten. Die TIM überwindet die typische Fragmentierung der klassischen Neurowissenschaften und beschreibt das Gehirn nicht als eine Abfolge isolierter Komponenten, sondern als eine dreidimensionale architektonische Matrix. Der Geist, der von der Prognostica Mens (der lebenswichtigen Regel der Antizipation) gesteuert wird, besteht aus drei Interaktionsvektoren (den drei EGOs), die parallel arbeiten und sich auf sechs strukturelle Knoten stützen. Um formale Klarheit zu gewährleisten, wird die Architektur jedes Knotens durch eine untrennbare Doppellinse untersucht: die kognitiv-informationelle Domäne (die Logik der Daten und des Denkens) und die biophysikalische Domäne (die neuroanatomische und energetische Hardware). Durch dieses Gerüst offenbart sich der Geist als eine proaktive Architektur, die ständig danach strebt, ein fortwährendes lebenswichtiges Gleichgewicht (Allostase) aufrechtzuerhalten und aus dem Chaos des Discontinuums einen Sinn zu extrahieren.