Das soziale Ich: Neuronale Grundlagen unserer verbundenen Identität
Zusammenfassung (Abstract)
Dieser Artikel untersucht das Konzept des „sozialen Ichs“ als ein psychologisches Konstrukt, das in den komplexen Interaktionen zwischen dem limbischen System und dem Neokortex verwurzelt ist. Basierend auf aktuellen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen werden die neuronalen Schaltkreise untersucht, die für die Verarbeitung von Emotionen, Einstellungen und Stimmungen zuständig sind und unsere Identität in Bezug auf andere formen. Die spezifischen Beiträge von Regionen wie der Amygdala, der Insula, dem dopaminergen Belohnungssystem, dem medialen präfrontalen Kortex und der temporoparietalen Verbindung zur Bildung des sozialen Selbst werden dargelegt. Anschließend identifiziert der Artikel die entsprechenden psychologischen Bereiche des sozialen Selbst, einschließlich sozialer Kognition, Empathie, emotionaler Regulation in zwischenmenschlichen Kontexten, Bindung und Gruppenidentität, und veranschaulicht, wie die Gesundheit und das Gleichgewicht dieser neuronalen Schaltkreise grundlegend für ein funktionales „soziales Ich“ und für das allgemeine psychologische Wohlbefinden sind.