Die Logik des Fühlens: Interozeption, psychische Zustände und die prädiktive Algebra der Emotionen im viszeralen Knoten (Kognitiv-Informationelle Domäne)

Abstract
Dieser Artikel bildet die eingehende Monographie der Integrierten Theorie des Geistes (TIM), die dem Knoten 3 der Prognostica Mens gewidmet ist und durch die Linse der Kognitiv-Informationellen Domäne untersucht wird. Das Ziel dieses Essays ist es, das Dogma zu demontieren, das Emotionen in die Sphäre der Irrationalität verbannt, um sie auf den strengen Formalismus der Aktiven Inferenz zurückzuführen, gestützt auf die neuesten Entdeckungen der affektiven Neurowissenschaften. Der Text erweitert die topologische Dichotomie durch die Einführung eines neurofunktionalen Bruchs innerhalb der Interozeption: die Unterscheidung zwischen der somatischen Domäne (modular, metrisch, gesteuert vom Discrete Self) und der psychischen Domäne (ganzheitlich, in der Emotionen als diskrete Zustände agieren). Durch die Integration der Modelle von Craig, Damasio und Panksepp unterscheidet der Artikel grundlegende allostatische Triebe (hypothalamische Schaltkreise) von reaktiven Emotionen (amygdaläre Schaltkreise) und überwindet schließlich das reduktive Paradigma der “Freude als Abwesenheit von Schmerz”. Es wird eine neue Dynamik der emotionalen Valenz postuliert, die die “Expansive Freude” einschließt: die freiwillige Suche nach einem Prädiktionsfehler (Δp), um das eigene Weltmodell zu erweitern, wenn der Organismus über einen thermodynamischen Überschuss verfügt.